Heiltrommel Schamanismus Schamanisches Yoga Berlin

Heil-Trommel *** Trommelheilung mit tiefen Urklängen

Die Klänge, besonders einer tiefen, Trommel nehmen wir als angenehm wahr. Die Geräusche vermitteln uns das Gefühl der Geborgenheit, des Wohlbefindens und der Entspannung. Trommelschläge in unterschiedlichen Frequenzen ergeben einen Ton und versetzten nicht nur das Instrument in Schwingung. Sie haben Auswirkungen auf unser Energiesystem, das durch den Klang einer Trommel in positiver Weise beeinflusst werden kann.

Eine schamanische Trommelreise kann deshalb als ein sehr persönliches und intensives Erlebnis empfunden werden. Manchmal nehmen wir dadurch erst überhaupt unseren spirituellen und inneren Energiekörper wahr und können ihn pflegen, oder gleichsam den Zugang zu unserem Unterbewusstsein oder zu der Anderswelt und den Ahnen finden.

Heil-Trommeln wird heutzutage von vielen Naturvölkern und in manchen Naturheilverfahren im Westen eingesetzt. Die Trommel harmonisiert unser Inneres und stärkt unsere Selbstheilungskräfte. Sie erinnert uns an die Urkräfte, an das Universum, die Erdkräfte und die tiefe Verbundenheit mit der Natur und der Anderswelt, die oftmals in unserer schnelllebigen Zeit in den Hintergrund geraten.

Die Heiltrommel – schamanische Trommelheilung

Schamanen verwenden für ihre Heilarbeit und Rituale heutzutage zumeist Rahmentrommeln in verschiedenen Größen, die aus Holz und Tierhaut gefertigt werden. Das Holz symbolisiert die Natur und die Spirits des Waldes sowie des Erdreichs. Es symbolisiert auch den Weltenbaum. Das Leder steht für die Lebewesen, Krafttiere und den Hilfsgeist.

Die Trommel fungiert als ein „Reittier“, mit dessen Hilfe man in die Anderswelt gelangt. Der Klang unterstützt das Herbeirufen der Geister für Rituale und verbindet den Urimpuls, die Schöpfung und den Ruf. Schamanen können sich mit der Trommel verbinden, sie wird eins mit dem Heiler*in, und stärkt schamanische Reisen, Heilrituale oder kann gezielt zur Harmonisierung und Linderung körperlicher und seelischer Disharmonien eingesetzt werden.

Darüber hinaus sind die Wirkungen der Heiltrommel auf unser Energiesystem und den Körper sehr vielseitig. Der Rhythmus bringt unsere Gehirnwellen in den Alpha-Rhythmus, synchronisiert den Herzschlag, beruhigt und wirkt erdend. Sehr schnelle Trommelschläge können unser Schmerzempfinden senken oder Krämpfe mindern sowie gar auslösen. Die Klänge gehen in Resonanz mit unserem System und verbinden uns mit dem Urklang und unser Urkraft. Die Heiltrommel hat die Macht in uns sowohl Dinge zu injizieren, auszulösen als auch zu erwecken – unsere Lebenskraft.

Therapeutischer Ansatz der Heiltrommel

Die Trommel ist eine effiziente Methode der alternativen Medizin und naturverbundener Heilansätzen zur Behandlung von Angstzuständen, Nervosität, Depressionen, Schlafstörungen oder Unruhezuständen. Allgemein wirkt sich die Heiltrommel positiv bei psychosomatisch bedingten, körperlichen und seelischen Leiden und stärkt unser Immunsystem sowie unsere Selbstheilungskräfte. Besonders tiefe, regelmäßige Trommelklänge beruhigen uns, verbinden uns mit den Kräften des Kosmos und der Natur und geben uns das Gefühl von Geborgenheit. Dabei kann jeder von uns selbst trommeln oder sich von einer Trommel passiv leiten lassen. Das muss jeder von selbst herausfinden, was sich besser oder schlechter anfühlt. In schamanischen Ritualen besteht, je nach Heilansatz und Brauch, die Möglichkeit entweder aktiv oder passiv mit der Trommel umzugehen.

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Schamanische Räucherrituale – Wirkung von Rauch

Die Anwendung vom Räucherwerk, Weihrauch und Pflanzen, die für Räucherzeremonien und Rituale verwendet werden, sind vielfältig und lange bekannt. Besonders naturverbundene Kulturen verfügen nach wie vor über umfangreiches Wissen um die Wirkung der Pflanzen, die geräuchert werden können. Sie werden zur Heilzwecken eingesetzt, als Schutz und zur Reinigung verwendet, oftmals auch um bestimmte Stimmungen zu erzeugen oder um sich mit der Anderswelt zu verbinden. Der Rauch geht in die Resonanz mit dem energetischen System und der Frequenzen des Menschen ein und bringt diese in „Schwingung“.

Im Schamanismus wird die Räucherung auch dazu eingesetzt, die Geisthelfer, Wesen, Krafttiere, heilende Kräfte, Spirits und Ahnen in das Feld einzuladen und auch um sich bei ihnen zu bedanken oder sie zu verabschieden. Die Verbindung mit der Anderswelt kann durch den Rauch hergestellt werden und der Zugang zum Inneren und dem Unterbewusstsein erleichtert werden. Auch negative Energien können damit abgebaut werden und hilfreiche und positive Energien können in Fluss kommen. Ebenso können Natur- und Selbstheilkräfte durch den Rauch aktiviert werden.

Sie können selbst entscheiden, welche Art von Harz, Pflanze oder Wurzel sich für Ihre eigene Räucherzeremonie am besten eignet. Ihr energetisches System fühlt sich mit dem Rauch am wohlsten, das Sie am meisten mögen. Gerne können Sie verschiedene Sorten ausprobieren, Pflanzen auch selbst mischen oder sich an heilenden Wirkungen orientieren, das für Ihr Anliegen gerade benötigt werden.

Palo Santo

In meiner schamanischen Arbeit und dem Schamanisches Yoga verwende ich hauptsächlich Palo Santo, ein Holz, das für meinen schamanischen Weg eine ganz spezielle Bedeutung hat.

Der heilige Baum, dessen Holz für Räucherungen in Zeremonien und bei schamanischen Ritualen verwendet wird, wächst in Südamerika und wir niemals abgeholzt.
Schon seit der Antike werden dem Rauch und der Pflanze heilende, magische und mystische Eigenschaften zugesprochen. Bei Ritualen wird durch den Rauch der Ort geschützt und bringt die Elemente in Einklang. Palo Santo wehrt negative Energien ab und öffnet das Feld für positive Energien. Ebenso erleichtert es den Zugang zu der Anderswelt. Es besitzt eine leicht berauschende Wirkung und induziert psychoaktive Wirkungen. Stress, Ängste und Verspannungen werden mit dem Einatmen des Rauchs abgebaut und eine Athmosphäre der Geborgenheit und des Vertrauens entsteht. Der betörende Rauch steigert die Inspiration besonders bei kreativen Arbeiten.
Der süßliche animaliche und verführerische Duft lässt uns in die Tiefen unserer Sinnlichkeit und Kreativität abtauchen. Es steigert unsere Sinneswahrnehmung, unser Selbstvertrauen und unsere Lebenskraft.
Besonders bei schamanischen Reisen hilft der Rauch in die Tiefe der Anderswelt zu tauchen, bewusst zu träumen und schützt vor Reizüberflutung. So können wir uns auf das Wesentliche konzentrieren und den Geist klären und uns auf tiefe Prozesse einlassen, die während einer Reise zum bestimmten Thema, auftauchen. Der Rauch verbindet uns mit der Weisheit der Geisthelfer, Natur, Erde, Pflanzenwesen, Krafttieren und unseren Urahnen. Somit können wir auch mehr in zu unserem inneren Wissen gelangen und unsere Intuition wecken.

Schamanische Reise Schamanisches Yoga Unterbewusstsein Traum

Schamanische Reise – Innere Vorgänge und die “Anderswelt” wahrnehmen

Eine Schamanische Reise kann grundsätzlich für eigene innere Vorgänge angewendet werden, oder für eine andere Person innerhalb einer Heilarbeit oder im Zusammenhang mit Ursachenforschung eines bestimmten Problems oder Sachverhaltes. Demnach hat eine Schamanische Reise stets ein bestimmtes Anliegen.

Dabei handelt es sich um einen Vorgang, der ähnlich einer Meditation ist. Allerdings werden bei einer Reise bewusst Visualisierungen, Wahrnehmungsebenen und Emotionen eingesetzt. Es ist also kein Vorgang des Erlebens der “Leere”, wie bei manchen Arten der Meditation. Mit Hilfe der bewussten Vorgänge als “Einleitung” einer Reise, können dann unbewusst und spontan weitere Bilder, Gefühle oder physische Reaktionen auftauchen, die zur Problemlösung dienlich sind, oder andere Betrachtungsweisen auf das zu lösende Anliegen implitzieren. Wichtig hierbei ist, dass der Verstand in den Hintergrund tritt und die inneren Vorgänge so genommen werden wie sie sind. Zunächst ohne Wertung und ohne Dinge sofort analysieren zu wollen. Die Spirits, Geisthelfer, Krafttiere und Ahnen beigleiten jede Reise.

Da jeder Mensch unterschiedlich ist, ist das Reisen an sich ebenfalls unterschiedlich. Jeder erlebt Dinge anders und begegnet seinen inneren Vorgängen auf eine andere Art und Weise. Die Wahrnehmung kann unterschiedlich sein, jedoch gibt es drei Grundsätze für den Beginn einer Reise:

– Bewusstwerdung/ Formulierung des Anliegens

– Einen Zugang/ Portal in die „Anderswelt“ finden

– Den Verstand weitestgehend in den Hintergrund tereten lassen

Die Bewusstwerdung des Anliegens ist das Thema einer Schamanischen Reise. Es kann sich dabei um eine Frage handeln, ein Problem, das gelöst werden soll, ein körperliches oder seelisches Leiden, ein Zustand, ein Wunsch, Ursachenforschung oder das Suchen einer Antwort auf einen bestimmten Sachverhalt. Dabei spielt es keine Rolle, ob man für sich selbst reist, oder für eine andere Person. Das Thema sollte dabei möglichst präzise formuliert werden. Es kann helfen das Anliegen mehrmals laut auszusprechen oder sich auf einem Zettel zu schreiben, es zu visualisieren oder einen Gegenstand als Stellverter für das Thema zu haben – jeder Mensch kann dafür seine eigene Methode entwicklen.

Das Portal zur „Anderswelt“ kann ein tatsächliches Portal sein wie beispielsweise eine Tür, Tor, Hauseingang oder eine Pforte. Genauso können Erdlöcher, Höhleneingänge, Wasserlöcher, Grotten, Bögen aus Zweigen, Bäume, Büsche, Treibsand, Moor, Wolken etc. als Portale dienen. Jeder Reisende kann für sich den geeignesten Eingang suchen und finden. Dabei spielt es keine Rolle, ob im wahren Leben der Körper tatsächlich durch das Portal psysisch passt oder nicht. Hierbei kann alles visualisiert werden. Nichts ist unmöglich. Wichtig ist nur die Bewusstwerdung des Eingangs in die „Anderswelt“ und der Zugang zum Unterbewusstsein. Was die beste Methode dafür ist, muss Jeder für sich herausfinden.

Den Verstand in den Hintergrund treten zu lassen bedarf häufig einiger Übung. Die meisten Menchen tendieren dazu Sachverhalte, Situationen und Dinge sofort bewusst und unbewusst zu bewerten und zu analysieren. Das ist der Verstand, der uns warnen will oder bereits erlebtes (besonders negative Erlebnisse) auf das zu lösende Anliegen proiziert. Es ist nicht immer negativ zu verstehen. Der Verstand ist im Leben wichtig! Wie das genau funktioniert wird im Beitrag „Wahrnehmungsebenen im Schamanismus“ behandelt und erörtert.

Bei der Schamanischen Reise wird der Verstand allerdings zumeist nur für die Bewusstwerdung des Themas eingesetzt und kann Hilfreich für die Anfangsvisualisierung sein. Ansonsten befindet sich jeder Reisende auf der seelischen Ebene, in der „Anderswelt“, im Traum, Trance und dem „Inneren“. Dort spielen sich die Vorgänge ab, die für das zu bearbeitende Thema von Bedeutung sind.

Einige Übungen können dabei Helfen, den Verstand für eine Weile in den Hintergrund tereten zu lassen. Eine Beispielübung, die jeder bequem auch zu Hause ausprobieren kann ist die

„Bewusstwerdung eines Gegenstandes“.

Nehmen Sie ein Gegenstand in die Hand, der Ihnen spontan in die Hände fällt. Beispielsweise eine Tasse. Setzen Sie sich mit dieser Tasse an einem ungestörten Ort zu Hause.

Betrachten Sie den Gegenstand genau. Wie sieht es aus? Welche Details fallen Ihnen auf? Welche Merkmale hat die Tasse? Welche Farbe, Größe, Form, Gebrauchsspuren etc.

Dann tasten Sie den Gegenstand (ggf. mit geschlossenen Augen) ab. Wie fühlt sich die Oberfläche an? Ist sie glatt oder rauh? Ist es kalt oder warm? Hat sie Sprünge oder Einkehrbungen? Wie fühlt sich die Form und Struktur an? Welches Material ist es?

Denken Sie danach an die Funktion und Einsatzmöglichkeiten des Gegenstandes. Wofür wird es benutzt? Wer hatte diesen Gegenstand bereits in der Hand gehabt? Wer hat es produziert? Haben Sie es bereits anders benutzt, als auf diese Art und Weise wie es für gewöhnlich verwendet wird? Welche Zweckentfremdung wäre denkbar?

Nun schauen Sie auf den Gegenstand mit etwas zugekniffenen Augen, fokusieren Sie auf einen bestimmten Punk so lange, bis die Tasse vor Ihren Augen „verschwimmt“. Beobachten Sie, was mit dem Gegenstand passiert. Welche Formen nimmt es an? Welche Farben? Welche Emotionen und Gedanken tauchen plötzlich in Ihnen auf? Vielleicht sehen Sie gar nichts, oder es tauchen Erinnerungsfetzen auf oder Bilder? Was rück in Ihr inneres Blickfeld, wenn Sie nicht mehr den Gegenstand sehen, als das was es mit dem Verstand zu erfassen ist? Welche Gedanken, Assoziationen und Gefühle tauchen plötzlich auf, wenn der Verstand in den Hintergrund getreten ist?

Möglicher Ablauf einer Schamanischen Reise – Probieren Sie zu reisen

Dieser Ablauf ist nur ein Beispiel für eine Schamanische Reise, da wie bereits erwähnt, jeder Reisende individuell reist und die inneren Vorgänge und Rituale unterschiedlich sein können.

Ein Eröffnungsritual bildet den Beginn der Reise. Es kann Trommeln sein, Anrufung der Geisthelfer, Rasseln, Räuchern, ein Mantra etc. Jeder Reisende kann sein eigenes freierliches Ritual einsetzten.

Das Anliegen wird vergegenwertigt. Beispielsweise wird das Thema bewusst ausgesprochen, im Geiste vergegenwärtigt oder visualisiert…

Über ein Portal wird nun die „Anderswelt“ betreten.

Diese Welt kann wie ein Garten aussehen, ein Hain, eine Wiese, Höhle, Insel, Meer etc. Nun schauen Sie sich an diesem Ort genau um. Nehmen Sie alles möglichst detaiert wahr. Tauchen wohlmöglich Gegenstände, Landschaften, Tiere, Insekten, Traumwesen, magische Helfer etc. auf? Lassen Sie die Bilder, Emotionen, Gefühle und alles was in Ihr Wahrnehmungsfeld rückt zu. Ohne Wertung und ohne Analyse. Beobachten Sie was um Sie herum passiert.

Benutzen Sie für die Wahrnehmung alle Sinne. Tauchen Geräusche, Gerüche, psysische Reaktionen auf? Spüren Sie Freude, Unsicherheit, Neugierde, Ekstase, Aufregung etc.?

Nun können Sie auch in Gedanken Ihr Anliegen in der „Anderswelt“ äussern oder einen Geisthelfer um Hilfe bitten. Beobachten Sie dann was um Sie herum passiert. Verändert sich die Umgebung? Sind plötzlich bestimmte Farben oder Geräusche verstärkt da? Welchen Weg schlägt Ihre Reise ein?

Wenn Sie den Eindruck haben, dass sich Ihr Anliegen transformiert hat oder Sie genügend Informationen gesammelt haben, kommen Sie wieder über das gleiche Portal zurück, über den Sie in die „Anderswelt“ gekommen sind.

Führen Sie alles im vollen Bewusstsein und ohne Hektik aus. Nehmen Sie sich so viel Zeit, wie Sie benötigen.

 

Wahrnehmungsebenen im Schamanismus

Wahrnehmungsebenen im Schamanismus

Die Wahrnehmungsebenen bestehen aus drei Komponenten:

Das innerste Selbst, das auch als Körperbewusstsein, das Herz oder das Unterbewusstsein genannt werden kann.

Der Verstand, der für das Bewusste und Rationale steht.

Das höhere Selbst, also der Geist und das Überbewusste mit der Verbindung zur spirituellen Ebene.

All diese Ebenen existieren nicht unabhängig voneinander und können als das gesamte Selbst oder als das Ich verstanden werden. Die Einteilung soll bildlich veranschaulichen, das mehrere Komponenten in einem Menschen existieren, die sich untereinander bedingen und einzeln bewusst gesteuert werden können. Das Steuern einer Ebene wirkt sich demnach auch auf die anderen Wahrnehmungsebenen aus.

Auf der einen Seite ist das „innerste Selbst“ in uns für die automatischen Abläufe des Körpers zuständig, auf der anderen Seite sind alle Erfahrungen, Emotionen, Gefühle und das gesamte Wissen des Universums in jeder Zelle des Körpers gespeichert. Dabei bewertet das Unterbewusstsein zunächst die Erlebnisse von Außen und Innern nicht. Es arbeitet auf der Ebene von Gefühlen und Bildern (Visualisierung) – Dabei spielen Gedanken nur eine untergeordnete Rolle.

Deshalb ist der Zugang zum „inneren Selbst“ und zum Unterbewusstsein eine wichtige Komponente schamanischer Arbeitsweisen und dem Erwecken von Selbstheilungskräften. Mit Hilfe von Visualisierungen und starken Gefühlen, kann das Unterbewusstsein gesteuert werden. Auf dieser Ebene wirken deshalb Affirmationen (sowohl positive als auch negative), Bilder und das Hervorrufen oder gar simulieren von Gefühlen.

Das bedeutet, dass wenn sich eine Person ständig negative Impulse gibt, sich Horrorszenarien vorstellt und stets denkt, etwas wird ohnehin nicht funktionieren, dann richtet sich das Unterbewusstsein genau danach – ohne zu bewerten. Wenn aber positive Konnotationen, Bilder, Affirmationen und Gefühle die negativen Emotionen verdrängen, dann macht das Unterbewusstsein alles um das auch umzusetzen.

Der Verstand, das Zentrum des Bewussten und des Rationalen im Menschen, arbeitet auf der Grundlage des Wissen des Unterbewussten – der Ebene des inneren Selbst. Der Verstand analysiert die Informationen und filtert diejenigen heraus, die der Mensch für einen Moment gerade benötigt. Allerdings hat das Bewusstsein nicht den direkten Zugang zum universellen Wissen, sondern analysiert Dinge eher auf der Grundlage der Erfahrungen des gesamten Lebens einer Person. Es ist die Basis der menschlichen Entwicklung.

Der Verstand kann aber beeinflusst und gesteuert werden – es ist sehr bedeutend, wenn es mit dem Unterbewussten und dem Überbewussten interagiert. Mit Hilfe des Verstandes können Impulse für das Leben gesetzt werden, die sich dann auf die anderen Wahrnehmungsebenen auswirken.

Das höhere Selbst kann weitestgehend als der Sitz der Glaubenssysteme, der Energie, der innersten Träume und der Ideen / Visionen beschrieben werden, auch wenn das nicht immer bewusst wahrgenommen wird. Es ist ebenso der Zugang zu der geistigen Welt, der Anderswelt und der Energie des Universums. Das ist das Zentrum dessen, wie eine Person auf der geistigen Ebene gemeint ist und wie sie wirklich ist. Der Weg zum eigenen höheren Selbst kann mit Hilfe von Meditation, Mantren, Trance-Zuständen, bewussten Träumen oder Schamanischen- und Seelenreisen erreicht werden.

Mit diesem uralten Wissen arbeiten Schamanen bis heute weltweit. Viele psychische und körperliche Leiden und Krankheiten basieren nicht nur auf den äußeren Einflüssen, wie beispielsweise Unfällen, Viren, Bakterien, genetischen Dispositionen, Ernährungs- und Lebensweisen, etc. sondern können eine Manifestation (psychisch und physisch / psychosomatisch) eines Ungleichgewichts im menschlichen System sein.

Schamanische Arbeit bedeutet weitestgehend alle drei Wahrnehmungsebenen aus zu balancieren. Wenn alle Ebenen im Gleichgewicht sind, kann das Energiesystem des Menschen optimal arbeiten und die Selbstheilungskräfte wirken.

Quellenangaben

Reimers, Andreas: Die psychosomatische Medizin im Spannungsfeld zwischen Magie, Religion und Naturwissenschaft, in: Fiedermutz-Laun; Pera; Peuker; Diederich: Zur Akzeptanz von Magie, Religion und Wissenschaft, 2002, S. 263-276

Tolle, Erkhart: The Power of Now, 2004

Hay, Louise: I can do it!, 2002

Driver, Oliver: Selbstheilungspraxis. Der schamanische Weg, 2010

Harner, Michael: Der Weg des Schamanen, 2011

Gmoser, Karin: Das Unsichtbare im Schamanismus, 2008