Faszination: Meditation – Arten, Wirkung, Übungen

Nach wie vor denken viele eine Meditation sei der absolute Ruhezustand, der Gedanken fernhält und uns ein Gefühl der Leere vermittelt. Durch konzentrierte Achtsamkeitsübungen soll sich der Geist sammeln und zur Ruhe finden. Es soll dem Stressabbau und der Bewusstseinserweiterung dienen. Im Internet und Magazinen finden sich Aussagen wie „Meditation ist einfach und wirksam, M. verändert das Gehirn in positiver Weise, M. fördert die Konzentration und macht glücklich… Allerdings deutet bereits die lateinische Herkunft des Begriffs („meditatio“ – nachdenken, nachsinnen, überlegen) auf die Vielfalt der Praktiken und Bedeutungen hin, die in vielen Religionen und Kulturen zu finden sind, die nicht zwangsläufig im „Gefühl der Leere“ münden. Was ist also Meditation und wie wirkt sie sich aus?

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Frage der praktischen Ausübung von Meditation für Jedermann im Alltag auch außerhalb eines spirituellen Rahmens und dem „Gefühl der Leere“. Dem zugrunde liegt die These, dass der Mensch den Geist durchaus auch ohne religiöser oder esoterischer Überzeugungen beeinflussen kann und wie sich eine Meditation positiv auf den Körper und die Psyche auswirken mag.

Um den Zugang zum Verständnis der Grundlagen der Meditation zu erleichtern werden die häufigsten Arten und Ideen der Meditationspraxis kurz umrissen. Hierbei können wir uns bewusst werden, dass wir alle dazu in der Lage sind, ohne Dogmen, zu meditieren. Die Auswirkungen der Meditation sind unabhängig von der Art, die wir als optimal für uns wählen, ähnlich. Ausgewählte Übungen sollen dabei helfen, für sich die beste Meditationspraxis zu finden oder, für diejenigen unter uns, die bereits Erfahrung mit Meditation haben, die Vielfalt der Methoden auszuprobieren.

Arten der Meditation

Die Arten können zunächst als passive und aktive Meditationstechniken verstanden werden. Wie die Begriffe schon anklingen lassen, handelt es sich im ersten Fall um eine Technik, die mehr auf der Vorstellungskraft und der Konzentration im Geiste basiert. Im zweiten Fall wird der meditative Zustand mit Hilfe von Konzentration und körperlichen Tätigkeiten erreicht.

Dabei können wir in der passiven Meditation vorrangig unsere Gedanken auf ein ganz bestimmtes Thema, Objekt, Ziel oder Umstand lenken. Vereinfacht ausgedrückt, entfernen wir uns damit von dem Alltag, denken nicht mehr an das, was wir noch so dringend zu erledigen haben, nehmen uns Zeit für uns selbst. Die Idee dahinter ist, dass durch das Fokussieren auf ein einziges Thema, wir unseren Geist gezielt in eine Situation bringen können, in der er nicht mehr der Überflutung an äußeren Reizen ausgesetzt ist und wir daher eine bewusste sowie unterbewusste Ruhephase erleben. Im spirituellen Kontext der östlichen Tradition wird dies auch als bewusstseinserweiternde Übung verstanden, die je nach Tradition, unterschiedlich und oft mit Begriffen wie Stille, Leere, Eins-Sein, im Hier und Jetzt sein oder frei von Gedanken sein, beschrieben wird. Zu der so genannten passiven Meditation gehören u.a. Stille- Ruhemeditation, Achtsamkeitmeditation, Konzentrationsmeditation, Transzendentale Meditation, Tafeln von Chartres, Fantasiereisen oder Geführte Meditation.

Während der aktiven Meditation sind die Bewegung und die Wiederholung (Rezitation) die zentralen Elemente. Neben der körperlichen Tätigkeit im Sinne von Bewegungsabläufen, gehören beispielsweise das Singen von Mantren oder eine sich wiederholende Melodie beim Spielen eines Instruments dazu. Dabei gelinkt es uns ähnlich wie bei der passiven Meditation dem Alltag zu entfliehen. Die grundlegende Idee dahinter ist die gleiche wie bei der passiven Meditation. Zu den aktiven Meditationsarten gehören beispielsweise die Kampfkunst, Tanz, Musik, Rezitation, Zen, Osho, Yoga, Chakrameditation oder Tai Chi.

Wirkungen

Seit zirka 20 Jahren finden wir eine wachsende Zahl an wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema Meditation und den Auswirkungen auf die mentale und körperliche Gesundheit. Auch im schulmedizinischen Bereich, Psychotherapie, Krankenhäusern oder Kliniken hält die Meditation als begleitende Therapieform Einzug. Positive Wirkungen von Meditation reichen von Angstzuständen und Depressionen über Stressabbau und Stoffwechselstörungen. Ebenso kann Meditation die Kreativität, Konzentration, Lernfähigkeit und das Gedächtnis fördern. Sowie das eigene Wohlbefinden stärken.

Übungen

In diesem Abschnitt möchte ich zwei ausgewählte Meditationen zum Ausprobieren beschreiben, die sich in meiner Yoga-Praxis als besonders gut für Anfänger herauskristallisiert haben. Dabei ist empfehlenswert sich für diese Übungen jeweils zirka 15 – 20 Minuten täglich, über einen Zeitraum von min. 4 Wochen, Zeit zu nehmen. Beim Erbroben aller drei Arten, ist es ratsam eine einzelne Meditation für 2-3 Tage auszuüben, bis man die geeignete Form gefunden hat, die über einen längeren Zeitraum praktiziert wird.

Suchen Sie sich einen möglichst ruhigen Raum oder auch einen Platz im Freien, der ungestört ist. Wenn möglich, setzten Sie sich im Schneidersitz, Lotus- oder Halblotussitz bequem hin. Gerne können Sie auch einen Stuhl oder ein Sitzkissen verwenden.

Kommen Sie zunächst in der Umgebung an, schauen Sie sich einen Moment lang um, nehmen Sie alles um sich herum wahr, bis Sie das Bedürfnis haben, mit der Meditation zu beginnen. Schließen Sie dann die Augen, atmen Sie tief und gleichmäßig und stellen Sie sich vor, dass alle Geräusche um Sie herum immer mehr in weite Ferne rücken.

Atem

Der Atem ist der natürlichste Vorgang, der automatisch passiert, auch wenn wir nicht daran denken. Konzentrieren Sie sich nun auf Ihren eigenen Atem und versuchen Sie ganz bewusst den Atem wahrzunehmen und später zu lenken. Beobachten Sie eine Zeit lang wie die Luft durch die Nase ein- und ausströmt, wie sich Ihre Lungen mit frischer Luft füllen und mit jeder Ausatmung die „verbrauchte“ Luft herausströmt.

Nun beginnen Sie sich auf die Atmung zu konzentrieren. Atmen Sie durch Ihre Nase wie folgt: A – Gleichmäßig Einatmen tief in den Bauch hinein – Ausatmen vom Bauch nach oben durch die Nase hinaus – 10 Wiederholungen

B – Zählen Sie im Inneren langsam bis 3 bei jedem Einatmen und genauso bei jedem Ausatmen – 15 Wiederholungen

C – Nun atmen Sie bewusst tief, gleichmäßig und ruhig weiter, so wie Ihr Atem kommt, und beobachten Sie wie sich die Atmung anfühlt, hat sich etwas verändert? Ist alles gleich geblieben? Bleiben Sie konzentriert bei dem Beobachten Ihrer Atmung. Sollten Gedanken und Emotionen kommen, dann nehmen Sie diese wahr, jedoch kehren Sie bewusst zu Ihrer Atmung zurück.

Wiederholen Sie die Techniken A und B einige male, bis Sie das Gefühl haben, dass alles um Sie herum keine Rolle mehr spielt und Sie sich „ausschalten“ können. Praktizieren Sie Technik C immer wieder zwischen den Wiederholungen von A und B. Beobachten Sie bewusst Ihren Atem. Nach einiger Übung können Sie auch die Reihenfolge der Atemtechniken verändern.

Sollte sich diese Übung für Ihre Meditation stimmig und gut anfühlen, so fahren Sie mit diesen Techniken täglich für einen längeren Zeitraum fort.

Klang

Klänge begleiten uns das ganze Leben. Egal, ob wir schlecht oder gut hören können, musikalisch sind, oder welchen Musikgeschmack wir haben. Klänge können sich aber auch auf den Körper auswirken, auch wenn wir sie kaum oder gar nicht bewusst wahrnehmen. Für eine Meditation ist eine monotone und sich wiederholende Musik empfehlenswert. Es muss allerdings nicht immer ein Mantra sein – auch zu Heavy Methal, Klassik oder Goa Trance kann meditiert werden.

Suchen Sie zunächst, gerne auch im Internet, eine Melodie, bei der Sie sich wohlfühlen. Das Musikstück sollte optimalerweise mindestens 15 Minuten lang sein und möglichst ohne verständlichen Text, damit Sie sich nur auf den Klang und weniger auf die Worte konzentrieren. Hierfür eignet sich Trommelmusik sehr gut. Falls Sie eine eigene Trommel haben, dann spielen Sie diese.

Setzten Sie sich für die Meditation (wie oben beschrieben) bequem und ungestört hin. Spielen Sie die Musik ab uns schließen Sie die Augen. Richten Sie Ihre ganze Aufmerksamkeit auf den Klang und werden Sie sich der Einzelheiten der Musik bewusst. „Untersuchen“ Sie die Sequenzen und die Feinheiten der Klänge ganz genau. Dabei atmen Sie ruhig durch die Nase, ohne dass Sie sich besonders auf den Atmen konzentrieren. Nehmen Sie nach und nach die einzelnen Klänge in sich auf, dann lassen Sie das ganze Musikstück auf sich wirken. Lassen Sie diesen in Ihr Energiesystem eintauchen. Nehmen Sie alles wahr, was sich vor Ihrem inneren Auge abspielt, welche Emotionen oder Gefühle durch die Musik hervorgerufen werden, oder was für physische Auswirkungen kommen, ohne jene zu bewerten oder sich mit ihnen zu identifizieren. Lassen Sie alles kommen und gehen. Konzentrieren Sie sich ausschließlich auf die Musik. Wiederholen Sie abwechselnd die Wahrnehmung von einzelnen Klängen (1) mit der Wahrnehmung des ganzen Musikstücks (2) und dann alles, was sich im Inneren oder physisch abspielt (3).

Wiederholen Sie die Vorgänge 1 – 2 – 3 stets in der gleichen Reihenfolge zirka 15 Minuten lang.

Referenzen

Blair, R. J. R.: The amygdala and ventromedial prefrontal cortex in morality and psychopathy, in: Trends in Cognitive Sciences, Bd. 11, S.387–392, 2007

 Zaby, Alexandra; Heider, Jens; Schröder, Annette: Warten, Entspannung oder Verhaltenstherapie, in: Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie, Bd. 37, S. 15-23, 2008

Saeed, Sy Atenzaz; Antonacci, Diana J.; Bloch, RichardM.: Exercise, Yoga, and Meditation for Depressive and Anxiety Disorders, in: American Family Physician, Bd. 81, Teil 8, S. 981-986, 2010

 

 

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Heiltrommel Schamanismus Schamanisches Yoga Berlin

Heil-Trommel *** Trommelheilung mit tiefen Urklängen

Die Klänge, besonders einer tiefen, Trommel nehmen wir als angenehm wahr. Die Geräusche vermitteln uns das Gefühl der Geborgenheit, des Wohlbefindens und der Entspannung. Trommelschläge in unterschiedlichen Frequenzen ergeben einen Ton und versetzten nicht nur das Instrument in Schwingung. Sie haben Auswirkungen auf unser Energiesystem, das durch den Klang einer Trommel in positiver Weise beeinflusst werden kann.

Eine schamanische Trommelreise kann deshalb als ein sehr persönliches und intensives Erlebnis empfunden werden. Manchmal nehmen wir dadurch erst überhaupt unseren spirituellen und inneren Energiekörper wahr und können ihn pflegen, oder gleichsam den Zugang zu unserem Unterbewusstsein oder zu der Anderswelt und den Ahnen finden.

Heil-Trommeln wird heutzutage von vielen Naturvölkern und in manchen Naturheilverfahren im Westen eingesetzt. Die Trommel harmonisiert unser Inneres und stärkt unsere Selbstheilungskräfte. Sie erinnert uns an die Urkräfte, an das Universum, die Erdkräfte und die tiefe Verbundenheit mit der Natur und der Anderswelt, die oftmals in unserer schnelllebigen Zeit in den Hintergrund geraten.

Die Heiltrommel – schamanische Trommelheilung

Schamanen verwenden für ihre Heilarbeit und Rituale heutzutage zumeist Rahmentrommeln in verschiedenen Größen, die aus Holz und Tierhaut gefertigt werden. Das Holz symbolisiert die Natur und die Spirits des Waldes sowie des Erdreichs. Es symbolisiert auch den Weltenbaum. Das Leder steht für die Lebewesen, Krafttiere und den Hilfsgeist.

Die Trommel fungiert als ein „Reittier“, mit dessen Hilfe man in die Anderswelt gelangt. Der Klang unterstützt das Herbeirufen der Geister für Rituale und verbindet den Urimpuls, die Schöpfung und den Ruf. Schamanen können sich mit der Trommel verbinden, sie wird eins mit dem Heiler*in, und stärkt schamanische Reisen, Heilrituale oder kann gezielt zur Harmonisierung und Linderung körperlicher und seelischer Disharmonien eingesetzt werden.

Darüber hinaus sind die Wirkungen der Heiltrommel auf unser Energiesystem und den Körper sehr vielseitig. Der Rhythmus bringt unsere Gehirnwellen in den Alpha-Rhythmus, synchronisiert den Herzschlag, beruhigt und wirkt erdend. Sehr schnelle Trommelschläge können unser Schmerzempfinden senken oder Krämpfe mindern sowie gar auslösen. Die Klänge gehen in Resonanz mit unserem System und verbinden uns mit dem Urklang und unser Urkraft. Die Heiltrommel hat die Macht in uns sowohl Dinge zu injizieren, auszulösen als auch zu erwecken – unsere Lebenskraft.

Therapeutischer Ansatz der Heiltrommel

Die Trommel ist eine effiziente Methode der alternativen Medizin und naturverbundener Heilansätzen zur Behandlung von Angstzuständen, Nervosität, Depressionen, Schlafstörungen oder Unruhezuständen. Allgemein wirkt sich die Heiltrommel positiv bei psychosomatisch bedingten, körperlichen und seelischen Leiden und stärkt unser Immunsystem sowie unsere Selbstheilungskräfte. Besonders tiefe, regelmäßige Trommelklänge beruhigen uns, verbinden uns mit den Kräften des Kosmos und der Natur und geben uns das Gefühl von Geborgenheit. Dabei kann jeder von uns selbst trommeln oder sich von einer Trommel passiv leiten lassen. Das muss jeder von selbst herausfinden, was sich besser oder schlechter anfühlt. In schamanischen Ritualen besteht, je nach Heilansatz und Brauch, die Möglichkeit entweder aktiv oder passiv mit der Trommel umzugehen.

Yoga als Heilmethode

Yoga als Heilmethode?

Im westlichen Gesundheitssystemen finden wir allzuhäufig die Ausrichtung auf die pathologischen Zusände des Körpers und des Geistes, die mit unterschiedlichen Methoden therapiert werden. Hierbei wird der Fokus auf die Krankheit gelegt, weniger auf die seelischen Ursachen, auch wenn alternative Heilmethoden im Laufe der Zeit immer mehr Anklang finden und vereinzelnd begleitend zu Schulmedizin eingesetzt werden.

Das uralte yogische System vereint dagegen das Bewusstsein für die Wechselwirkungen der eigenen Physiologie, dem Geist, der Atmung und der Seele. Aus der Verbindung dessen resultiert die heilende Wirkung von Yoga. Hierbei steht der gesunde Zustand des Individuums im Vordergrund.

Bereits viele Menschen mit gesundheitlichen Problemen und chronischen Erkrankungen haben Yoga für sich als ganzheitliche medizinische Therapieform entdeckt – mit zum Teil beachtlichen Erfolgen.

Heilansatz im Yoga

Die heilsame Wirkung von Yoga basiert auf uralten Vorstellungen, die eng mit der Natur, den Kräften des Universums, der Astrologie und der Jahreszeiten, verstanden werden – es ist die Wissenschaft vom „gesunden“ Leben. Der angestrebte Zustand des Gleichgewichts von Körper, Geist und Seele bringt mit sich das Gefühl der Verbundenheit mit dem Universum, mit der Natur und mit der eigenen Spiritualität. Dabei spielt es kaum eine Rolle aus welcher Sozialisation wir kommen, aus welchem Teil der Erde oder ob wir religiös geprägt sind, oder nicht. Die heilsamen Wirkungen von Yoga sind uns allen, jeden Alters und Geschlechts, zugänglich sobald wir uns nur darauf einlassen.

Die Yoga-Asanas sind keine reinen Körperübungen wie Aerobic, Gymnastik oder Workout, die für die körperliche Fitness ausgeführt werden, aber währenddessen die Gedanken und die Emotionen irgendwo herumschwirren. Es ist ein System aus Übungen, die bewusst, intensiv und bedacht in Kombination mit Atemtechniken und Ruhezuständen ausgeführt werden. Der Fokus der Gedanken und der Emotionen liegt beim Üben auf den Techniken und dem Zustand der Meditation während der Yoga-Praxis. Dabei spüren wir die Asanas ganzheitlich mit Leib und Seele. Wir verlassen alles, was uns in dem Moment stören könnte und lassen uns auf den Moment im Hier- und Jetzt ein.

Obwohl es mittlerweile im Westen viele Yoga-Arten gibt, die oftmals als eine „gesunde Form“ der Bewegung, zur Stressabbau, als Ausgleich zum schnelllebigen Alltag oder zur Reduktion von Rücken- oder Bewegungsapparatbeschwerden angepriesen werden, halte ich dies für viel zu oberflächlich gedacht. Denn die heilende Wirkung von Yoga basiert eben nicht ausschließlich auf den Übungen.

Auf der anderen Seite bieten uns die vielfältigen Angebote an Yoga-Kursen die Möglichkeit, die „richtige“ Yoga-Art für uns selbst zu finden. Wir können damit das finden, was uns selber gut tut, was sich wohl anfühlt und was zu unserem Leben am besten passt.

Heilen von Chakren, unseres Energiesystems sowie die Heilung der weiblichen und männlichen Aspekte in uns

Yoga bietet uns nicht nur einen vitaleren, kräftigeren und beweglicheren Körper, sondern auch den Ausgleich und Ruhe im Inneren. Wir müssen die Asanas nicht in Perfektion ausüben, um die heilende Wirkung von Yoga, zu spüren.

Wir verfügen über sieben Chakren, die die Zentren unseres Energiesystems bilden. Diesen werden Farben, Mantren, Elementen und Sinnen zugeordnet und sie wirken sich auf unsere Gesundheit, Psyche und unser Energiesystem aus. Sind diese durch äußere oder innere Umstände gestört oder nicht genug ausbalanciert, so reagiert unser Organismus darauf. Es können sich Ungleichgewichte und Symptome manifestieren, die wir im Allgemeinen als Krankheiten bezeichnen. Dabei sollten wir allerdings das Wort „Krankheit“ nicht, wie es oftmals im westlichen Sprachgebrauch der Fall ist, nur negativ verstehen. Vielmehr zeigen uns Symptome lediglich eine Störung im Energiesystem auf, die wir wieder in Einklang bringen können.

Yoga wirkt sich positiv auf die Ausbalancierung und Heilung unserer Chakren aus. Wir können damit gezielt die Kraft unseres Energiesystems stärken und erst gar nicht zu einer Störung kommen lassen. Oder bereits aufgetretene Symptome mildern oder gar nach und nach abbauen. Auf diese Weise wecken und unterstützen wir unsere Selbstheilungskräfte. Bei der Heilung des Energiesystems spielt auch die Harmonisierung unserer weiblichen und männlichen Aspekte eine gewichtige Rolle. Beide sind untrennbar voneinander zu betrachten und bilden das „Ganze“ im Universum.

Die männliche Energie ist eher als „nach Außen gekehrt“ zu verstehen, die dem Geist Gestalt gibt, manifestiert und eine äußere Form geben mag – z.B. Tatdrang oder Gestaltung. Die weibliche Energie ist eher als „inneres Sein“ zu verstehen, das die Urkraft ist, das noch keine Form angenommen hat und allumfassend sein kann – z.B. Intuition oder Emotion. Wenn uns diese Aspekte harmonisch innewohnen, so befinden wir uns in unseren vollen Kraft. Wir sind kreativ, schöpferisch, voller Vitalität, ausgeglichen, emotional, gefühlvoll, dynamisch, verfügen über Durchsetzungsvermögen und sind lebensfroh. Die Heilwirkung von Yoga vereint und harmonisiert diese Aspekte, weil sie den Körper, den Geist und die Seele miteinander verschmelzen und überhaupt dieser Vorgänge bewusst werden lässt.

Yoga begleitend zu herkömmlichen Therapien

Scheuen Sie sich nicht davor, Yoga zu üben, wenn Sie holistisch Ihren Körper und Geist mehr Aufmerksamkeit schenken möchten. Sie können in jedem Alter, Verfassung und körperlichen Voraussetzungen damit anfangen. Egal, ob wir denken, wir sind zu ungelenkig dafür, zu schwach, zu dünn oder dick, zu krank oder zu gesund. Sobald wir die Yoga-Art finden, die uns Spaß macht, uns beflügelt und uns ein gutes Gefühl gibt, steht dem regelmäßigen Üben nichts im Wege. Dabei sollten Sie nur so weit üben, wie es Ihr Körper zulässt – ohne den Körper zu überlasten. Falls Sie bereits in Therapie sind oder in einer Behandlung, brechen Sie diese auf gar keinen Fall ab. Yoga kann herkömmliche Therapien unterstützen und parallel dazu ausgeführt werden. Sollten Sie körperliche oder geistige Beschwerden haben, so kann es sinnvoll sein, einen Arzt zu konsultieren, ob Yoga unter den gegebenen Umständen praktiziert werden kann.

Den eigenen Weg gehen

Wahrscheinlich hat bereits jeder von uns schon mehrmals im Laufe seines Lebens „Du machst schon Deinen Weg“ oder „Geh Deinen eigenen Weg“ gehört.

Na, toll! Aber was nun?

Unser Weg beginnt nicht erst mit der Geburt

Viele Muster und Verhaltensformen, die wir im Kindesalter übernehmen, begleiten uns bewusst oder unbewusst das ganze Leben lang. Diese werden von unseren engsten Bezugspersonen vorgelebt, die wiederum viele Muster ihrer Eltern angenommen haben. Solche Verhaltensformen aber auch Denkkonstrukte können von Generation zu Generation übertragen werden und der gesamten Ahnenlinie entspringen. Oftmals passiert dies auf der energetischen Ebene, die sich unterbewusst abspielt.

Auf der anderen Seite nehmen wir schon früh wahr, wie uns die Umwelt wahrnimmt und demnach passen wir unser Verhalten an. Wir fangen an unsere Selbstwahrnehmung an dem zu messen, was andere von uns denken und beginnen uns mit anderen zu vergleichen oder zu identifizieren. Ebenso trägt oftmals der eigene Erwartungsdruck oder der von Außen dazu bei, dass wir uns nicht-gut-genug, erfolglos, aussichtslos, ängstlich usw. fühlen. Wiederum können wir uns erfolgreich, glücklich, fröhlich, ausgelassen, perfekt usw. fühlen, wenn wir die Bestätigung für unser Handeln oder Äußeres von der Umgebung erhalten.

Auf dem eigenen Weg – Muster durchbrechen

Der erste Meilenstein auf dem eigenen Weg ist die Bewusstwerdung der Muster, die wir ablegen oder verändern möchten und solcher, die wir für sinnvoll und gut halten und beibehalten mögen. Im Laufe des Lebens können wir diese immer wieder überdenken und anpassen. Nichts ist dabei endgültig, da das Leben selbst einem ständigen Wandel unterliegt.

Fange langsam an, ohne Eile. Du musst nicht alles auf einmal schaffen. Beginne Dich selbst wahrzunehmen und werde Dir dessen bewusst, welches spontane Verhalten oder Mechanismen, die Dir innewohnen, Dich am meisten ärgern. Halte einen Moment lang inne und beobachte Deine Reaktionen. Male Dir dann aus, wie dieses Verhalten aussehen könnte, wenn Du es nach Deinen Wünschen formen könntest. Dieses „Bild“ kannst Du Dir dann eine Zeitlang täglich in einer ein paar minütigen Meditation immer wieder aufrufen, bis Du merkst, dass Du das alte Muster durchbrochen hast. Manchmal dauert es nur wenige Tage, manchmal Wochen oder Monate…

Der Weg führt über die Selbstwahrnehmung

Ein Teil unserer Selbstwahrnehmung ist eng an unsere Stimmung gekoppelt. Ärgern wir uns über etwas oder sind schlecht gelaunt, dann fühlen wir uns zu blöd, zu hässlich, zu dick oder dünn, oder einfach nur niedergeschlagen und entmutigt. Sind wir fröhlich, dann fühlen wir uns wie auf Wolke Sieben und fast nichts kann uns die Stimmung verderben. Wir nehmen uns dann als schön, intelligent, erfolgreich, wunderbar und offenherzig wahr. Der andere Teil ist eng damit verbunden, wie uns die Umwelt wahrnimmt. Begegnet uns Jemand unfreundlich, oder äußert Kritik (egal ob berechtigt oder unberechtigt) oder denken wir einfach nur, nicht genug in das Bild des anderen zu passen, dann kann es in uns negative Empfindungen uns selbst gegenüber auslösen. Auf der anderen Seite, wenn wir von unserer Umwelt positiv wahrgenommen werden, stärkt es unsere positive Selbstwahrnehmung.

Hinzu kommen unsere eignen Unsicherheiten und Angstgefühle, die in uns bewusst und unterbewusst schlummern. Es kann z.B. etwas sein, was uns in der frühesten Kindheit passiert ist. Etwa dass eine Person geäußert hat, wir können etwas nicht gut genug und dieses Gefühl begleitet uns unterbewusst im Leben. Dann haben wir dies in unserem System konnotiert und wir werden immer den Eindruck haben, dass wir etwas nicht so gut können wie eine andere Person. Vielleicht probieren wir auch Dinge nicht aus, weil es uns „ohnehin nicht gelingen würde“.

All das kann mit der Zeit durchbrochen werden uns unseren eigenen Weg ebenen. Wenn ein solches Gefühl auftaucht, versuche es intensiv wahrzunehmen und Dich im nächsten Schritt zu fragen, ob es wirklich so ist. Horche Deiner inneren Stimme, versuche sie jedoch im ersten Moment nicht zu analysieren oder zu werten. Dann lege den Gedanken ab und besinne Dich auf etwas, was Dir Freude macht. Versuche immer wieder die negativen Gefühle, die in solchen Momenten auftauchen, durch positive zu ersetzten.

Der Weg ist das Ziel

Im Gegensatz zu der geläufigen Meinung, sich große Ziele im Leben zu setzen, die wohl möglich utopisch sind oder schwer zu realisieren sind, weil wir nicht alleine auf der Welt sind und sich die Rahmenbedingungen verändern, können wir uns für unseren Weg kleine Ziele setzten.

Dafür aber ist es wichtig zu wissen, wo die Reise hingehen soll. Wenn wir uns zunächst vor Augen führen, was uns glücklich macht und uns Spaß macht, dann können wir auch unseren Zielen näher kommen. Immer nur zu äußern, dass wir gerne beispielsweise in die Karibik möchten, aber uns die Zeit und das Geld dafür fehlen, führt kaum zu Realisierung der Idee. Auch immer nur davon zu reden, dass wir in einem Job unglücklich sind und wechseln möchten, aber wir keine andere Arbeit finden oder Angst vor der Arbeitslosigkeit haben, bringt eher Frustrationen mit sich.

Nachdem wir mit der Zeit unsere Muster durchbrechen und unsere Selbstwahrnehmung verändern, können wir auch unsere Ziele erkennen und unsere Kreativität dafür einsetzten, diese Wahr werden zu lassen. Auch neue Dinge ausprobieren, die wir schon immer machen wollten, aber uns unsere Befürchtungen, Konnotate und Selbstzweifel daran gehindert haben, können wir nun leichter ins Auge fassen und realisieren.

Wenn wir also in die Karibik verreisen möchten, dann kann uns unsere Kreativität dabei helfen, wenn wir es nur zulassen. Etwa jeden Monat etwas Geld für die Reise zurücklegen, unseren Keller ausmisten und Dinge zu verkaufen, die wir nicht mehr benötigen. Oder vor Ort bei einer Organisation ein Volontariat absolvieren (das geht im Übrigen in jedem Alter), vielleicht auch als Bildungsurlaub geltend machen… Klar bedürfen manche Ziele einer längeren Vorlaufzeit als andere, aber wenn wir uns von unseren „Abers“ und „Unmöglichkeiten“ loslösen, dann können wir Dinge schaffen, die uns vorher undenkbar schienen. Auch Rückschläge gehören dazu. Dennoch können wir immer unsere Ziele an die vorhandenen Rahmenbedingungen anpassen, ohne uns einzureden, dass sie nie Wahr werden. Vielleicht passieren auf dem Weg auch Dinge, die uns von dem ursprünglich gedachten Ziel abbringen, aber noch noch mehr potenzielle Ziele und Möglichkeit offenbaren.

Schritt für Schritt auf dem eigenen Weg

Den Prozess und die Entdeckungsreise zu uns selbst und zu unserem eigenen Weg können wir durch begleitende Aktivitäten unterstützen. Egal, ob wir bereits Erfahrung mit bestimmten Dingen gemacht haben oder nicht. Oftmals kann bei dem Prozess Fachliteratur zu bestimmten Themen helfen, Vorträge oder Interessengemeinschaften. Auch Meditation, Tiefenentspannung, Yoga, autogenes Training, Gymnastik oder Ähnliches. Manchmal auch eine neue Kleidung oder die Umgestaltung der Wohnung. Versuche auf Dein Inneres zu hören und das zu machen, was sich in dem Moment gut anfühlt. Wenn spontan ein Gefühl auftaucht, dass Du ein Eis essen möchtest oder ein Bier trinken möchtest, oder auf einen Baum klettern magst – dann mach es!

schamanisches yoga räucherzeremonie

Schamanische Räucherrituale – Wirkung von Rauch

Die Anwendung vom Räucherwerk, Weihrauch und Pflanzen, die für Räucherzeremonien und Rituale verwendet werden, sind vielfältig und lange bekannt. Besonders naturverbundene Kulturen verfügen nach wie vor über umfangreiches Wissen um die Wirkung der Pflanzen, die geräuchert werden können. Sie werden zur Heilzwecken eingesetzt, als Schutz und zur Reinigung verwendet, oftmals auch um bestimmte Stimmungen zu erzeugen oder um sich mit der Anderswelt zu verbinden. Der Rauch geht in die Resonanz mit dem energetischen System und der Frequenzen des Menschen ein und bringt diese in „Schwingung“.

Im Schamanismus wird die Räucherung auch dazu eingesetzt, die Geisthelfer, Wesen, Krafttiere, heilende Kräfte, Spirits und Ahnen in das Feld einzuladen und auch um sich bei ihnen zu bedanken oder sie zu verabschieden. Die Verbindung mit der Anderswelt kann durch den Rauch hergestellt werden und der Zugang zum Inneren und dem Unterbewusstsein erleichtert werden. Auch negative Energien können damit abgebaut werden und hilfreiche und positive Energien können in Fluss kommen. Ebenso können Natur- und Selbstheilkräfte durch den Rauch aktiviert werden.

Sie können selbst entscheiden, welche Art von Harz, Pflanze oder Wurzel sich für Ihre eigene Räucherzeremonie am besten eignet. Ihr energetisches System fühlt sich mit dem Rauch am wohlsten, das Sie am meisten mögen. Gerne können Sie verschiedene Sorten ausprobieren, Pflanzen auch selbst mischen oder sich an heilenden Wirkungen orientieren, das für Ihr Anliegen gerade benötigt werden.

Palo Santo

In meiner schamanischen Arbeit und dem Schamanisches Yoga verwende ich hauptsächlich Palo Santo, ein Holz, das für meinen schamanischen Weg eine ganz spezielle Bedeutung hat.

Der heilige Baum, dessen Holz für Räucherungen in Zeremonien und bei schamanischen Ritualen verwendet wird, wächst in Südamerika und wir niemals abgeholzt.
Schon seit der Antike werden dem Rauch und der Pflanze heilende, magische und mystische Eigenschaften zugesprochen. Bei Ritualen wird durch den Rauch der Ort geschützt und bringt die Elemente in Einklang. Palo Santo wehrt negative Energien ab und öffnet das Feld für positive Energien. Ebenso erleichtert es den Zugang zu der Anderswelt. Es besitzt eine leicht berauschende Wirkung und induziert psychoaktive Wirkungen. Stress, Ängste und Verspannungen werden mit dem Einatmen des Rauchs abgebaut und eine Athmosphäre der Geborgenheit und des Vertrauens entsteht. Der betörende Rauch steigert die Inspiration besonders bei kreativen Arbeiten.
Der süßliche animaliche und verführerische Duft lässt uns in die Tiefen unserer Sinnlichkeit und Kreativität abtauchen. Es steigert unsere Sinneswahrnehmung, unser Selbstvertrauen und unsere Lebenskraft.
Besonders bei schamanischen Reisen hilft der Rauch in die Tiefe der Anderswelt zu tauchen, bewusst zu träumen und schützt vor Reizüberflutung. So können wir uns auf das Wesentliche konzentrieren und den Geist klären und uns auf tiefe Prozesse einlassen, die während einer Reise zum bestimmten Thema, auftauchen. Der Rauch verbindet uns mit der Weisheit der Geisthelfer, Natur, Erde, Pflanzenwesen, Krafttieren und unseren Urahnen. Somit können wir auch mehr in zu unserem inneren Wissen gelangen und unsere Intuition wecken.

Das schamanische Träumen – bewusstes Träumen

Im deutschen Sprachgebrauch finden wir mehrere Begriffe, die einen Traum definieren: Tagtraum, Albtraum, Klartraum, Einschlaftraum, Wahrtraum. Fast jeder Mensch hat bereits im Verlauf seines Lebens etwa von prophetischen Träumen gehört, von visionären Träumen oder von Ereignissen, die sich in einem Traum gezeigt haben sollen.

Nun – das wirft gleich mehrere Fragen auf. Was ist überhaupt ein Traum und kann es zweifelsfrei definiert werden? Was passiert in der Traumphase eines Menschen? Können Träume Ereignisse vorhersehen und als Warnsignale oder als Anleitung für etwas intepretiert werden? Können Träume gesteuert werden?

Aus der schamanischen Sicht können Träume bewusst gesteuert werden und somit auch die Zukuft verändern. Ebenso ist eine schamanische Reise mit einem Traum vergleichbar, die einem Zweck dient. Nämlich der Lösung eines Problems oder der Klarheit und Bewusstwerdung eines Anliegens oder des Wegs für den Umgang mit Dingen gar Lösungsansätze. Der Traum ist demnach die Realität und die Realität der Traum. Allerdings können Träume nicht eins zu eins in die Realität übersetzt werden, da sich sich auf einer anderen Ebene des Bewusstseins und der Vorstellungskraft bewegen.

Psychlogie und Traum

Psychologisch gesehen verfügen Träume über besondere Eigenschaften. Wie z.B. „ein Traum ist eine vielsinnige Wahrnehmungssytuation“, „Ein Traum ist die Formation von Kompromissen, um hallozogenisch Wünsche zu erfüllen und gleichzeitig den Schlaf zu behüten“, „Ein Traum ist ein psychologisches Trugbild“, „Ein Traum setzt sich auf komplexen visuellen Vorstellungen zusammen, die einigen Entwicklungsschritten unterzogen worden sind“ oder „Ein Traum verstrickt multisensorische Bilder oder Empfindungen sowie der Träumer selbst, dessen Affektivitätslage und besonders die individuelle Art, Mentales zu verarbeiten“… Definizionsansätze, die kaum zweifelfrei belegt werden können.

Medizin und Traum

Medizinisch gesehen können Träume bzws. der Schlaf psysiologisch und neurologisch eindeutiger eingeordnet werden. Obwol lange Zeit der Schlaf als eine passive und nicht aktive Phase angesehen wurde, stellte sich bei Untersuchungen ab den 50ger Jahren heraus, dass es durchaus um eine aktive und inhomogene Zustand vielfältiger und zentralnervöser Prozesse handelt. Wie die Studien zeigten, ist die sogenannte REM-Phase (Rapid Eye Movemet) der Moment im Schlaf, in dem die Traumsequenz stattfindet. Psysiologisch gesehen ist der Körper im Ruhezustand: der Blutdruck sinkt, die Muskeln entspannen sich, die Atmung wird ruhiger… Träume sind jedoch nicht auf den REM-Schlaf beschränkt; auch in anderen Schlafstadien laufen kognitive Prozesse ab, die jedoch offenbar nicht den bildhaften und szenischen Charakter haben wie die REM-Träume. Untersuchungen mittels experimenteller Weckungen aus REM-Schlaf im Schlaflabor haben ergeben, daß man in den weitaus meisten REM-Phasen Traumberichte erheben kann. Umstritten sind allerdings noch bis heute die Funktionen des REM-Schlafes und die der Träume. Populärste Hypothese zur Funktion des Traumes ist weiterhin die auf Freud zurückgehende Annahme, daß diese Ausdruck unbewußter Impulse sind, als Wunscherfüllungen aufgefaßt werden können und somit eine psychohygienisch wichtige Funktion erfüllen (Freud 1900). Diese Annahme ist nicht unwidersprochen geblieben.

Der schamanische Traum

Das schamanische Träumen ist kaum wissenschaftlich erklärbar. Naturkulturen, archaische Völker und Kulturen, in dem die geistige Welt, Wesen, Pflanzenheilkunde, Visionen oder der Glaube an mystische und magische Phänomene lebendigt ist, kennen Träume als Teil der Realität, als Wegweiser oder als Botschafter. Ein Schamane begibt sich ähnlich wie bereits in dem Beitrag zu Schamanischen Reise beschrieben, in die Anderswelt mit Hilfe von Träumen bewusst und mit einem Anliegen.

Der Traum ist Realität und die Realität ist der Traum“

Das gesamte Verhalten des Menschen basiert zumeist auf Projektionen von dem was bereits im Laufe des Lebens erlebt wurde. Unser Verstand versucht uns von negativen Erlebnissen zu bewahren und deshalb wägt er fortwährend ab, ob wir eine Situation, der wir ausgesetzt sind, negativ oder positiv zu bewerten ist. Sie können aber genau dieses im bewussten Traum beeinflussen und sich Nutze machen. Jede Änderung wird dann Auswirkungen auf Ihr Leben haben. Indem die alten Glaubenssätze im Traum abgelegt oder verändert werden können, kann sich das Leben ändern! Die Projektionen der Vergangenheit, die der Verstand negativ konnotiert hat und die damit einhergehenden Ängste oder Projektionen auf das Hier- und Jetzt oder auf die Zukunft, können damit wie ausradiert werden.

Traumübung – bewusstes schamanisches Träumen

Stellen Sie sich vor, Sie können Ihre Träume beeinflussen. Diese kleine Übung kann Ihnen dabei helfen, Ihre Träume zu steuern und zu verändern.

Legen Sie sich in einer möglichst ungestörten und für Sie angenehmen Umgebung hin. Atmen Sie ruhin uns gleichmäßig. Wenn Sie Erfahrungen mit Meditation haben, können Sie sich den Zustand ähnlich einer Meditation vorstellen. Wenn nicht, versuchen Sie einfach entspannt zu sein und zur Ruhe zu kommen.

Richten Sie dann Ihre Aufmerksamkeit auf ein Anliegen, das Sie erträumen möchten. Denken Sie an ein Symbol, das für das Anliegen im Traum stehen kann. Es ist dabei nicht wichtig, was das Symbol ist – es ist sehr individuell.

Versuchen Sie nichts zu erzwingen, lassen Sie sich auf das ein, was sich vom geistigen Auge abspielt. Das Symbol Ihres Anliegens kommt automatisch zu Ihnen! Manchmal dauert es nur wenige Sekunden, manchmal auch eine halbe Stunde usw. Bleiben Sie entspannt und erzwingen Sie nichts.

Sobald sich das Symbol zeigt, fangen Sie an zu Träumen: visualisieren Sie das Symbol für Ihr Anliegen intensiv. Beobachten Sie wie es aussieht (es kann alles sein: eine Pflanze, ein Wesen, Architektur, Tier, Mensch, eine Rune, ein Bach etc.), wie es sich anfühlt wie es riecht oder sich anhört. Lassen Sie Ihre Sinneseindrücke erst mal zu ohne zu bewerten.

Beginnen Sie dann damit, Ihr Symbol und alle Eindrücke um jenes in einer positiven Art und Weise zu steuern und zu verändern.

Beispiel: Wenn Sie Probleme z.B. mit der Niere haben, dann schauen Sie sich Ihr Symbol dafür ist bsws. eine stachlige, stinkende, schwarze Rose, dann visualisieren Sie, dass sich die Farbe der Rose nach und nach verändert. Sie wird wunderschön, blüht auf und duftet verführerisch. Die Stacheln werden weicher und Sie können Sie im Traum bedenkenlos anfassen. Sie fühlen sich sogar weich und flauschig an.

Vergessen Sie nicht: im Traum ist ALLES möglich!

Sie können dann Ihr Symbol (in dem Beispiel die Rose) auch fragen, was sie braucht um wieder gesund, vital und kräftig zu werden. Dann können Sie sowohl im Traum, als auch dann in der Realität genau das umsetzten.

Genau so können Sie das bewusste Träumen einsetzten, um Anliegen zu heilen, sich mit Ihren Problemen auseinanderzusetzen, oder sie einfach positiv im Schlaf zu beeinflussen. Sie werden nach und nach merken, dass Sie diese Übung nicht mehr benötigen, um bewusst träumen zu können.

Literaur:

Brigitte Holzinger, Der luzide Traum, Phänomologie und Phsychologie, Wien 1997

Aserinsky E, Kleitman N (1953) Regularly occurring periods of eye motility and concomitant phenomena during sleep. Science 118:273 -274

Freud S (1900) Die Traumdeutung. GW Bd.2 Fischer, Frankfurt am Main (1972)

Zulley J, Bailer (1990) Polyphasic sleep/wake patterns and their significance to vigilance. In: Leonard JP (ed) Vigilance: Methods, Models and Regulation (pp 98-110). Martinus Nijhoff, Boston

Schamanische Reise Schamanisches Yoga Unterbewusstsein Traum

Schamanische Reise – Innere Vorgänge und die “Anderswelt” wahrnehmen

Eine Schamanische Reise kann grundsätzlich für eigene innere Vorgänge angewendet werden, oder für eine andere Person innerhalb einer Heilarbeit oder im Zusammenhang mit Ursachenforschung eines bestimmten Problems oder Sachverhaltes. Demnach hat eine Schamanische Reise stets ein bestimmtes Anliegen.

Dabei handelt es sich um einen Vorgang, der ähnlich einer Meditation ist. Allerdings werden bei einer Reise bewusst Visualisierungen, Wahrnehmungsebenen und Emotionen eingesetzt. Es ist also kein Vorgang des Erlebens der “Leere”, wie bei manchen Arten der Meditation. Mit Hilfe der bewussten Vorgänge als “Einleitung” einer Reise, können dann unbewusst und spontan weitere Bilder, Gefühle oder physische Reaktionen auftauchen, die zur Problemlösung dienlich sind, oder andere Betrachtungsweisen auf das zu lösende Anliegen implitzieren. Wichtig hierbei ist, dass der Verstand in den Hintergrund tritt und die inneren Vorgänge so genommen werden wie sie sind. Zunächst ohne Wertung und ohne Dinge sofort analysieren zu wollen. Die Spirits, Geisthelfer, Krafttiere und Ahnen beigleiten jede Reise.

Da jeder Mensch unterschiedlich ist, ist das Reisen an sich ebenfalls unterschiedlich. Jeder erlebt Dinge anders und begegnet seinen inneren Vorgängen auf eine andere Art und Weise. Die Wahrnehmung kann unterschiedlich sein, jedoch gibt es drei Grundsätze für den Beginn einer Reise:

– Bewusstwerdung/ Formulierung des Anliegens

– Einen Zugang/ Portal in die „Anderswelt“ finden

– Den Verstand weitestgehend in den Hintergrund tereten lassen

Die Bewusstwerdung des Anliegens ist das Thema einer Schamanischen Reise. Es kann sich dabei um eine Frage handeln, ein Problem, das gelöst werden soll, ein körperliches oder seelisches Leiden, ein Zustand, ein Wunsch, Ursachenforschung oder das Suchen einer Antwort auf einen bestimmten Sachverhalt. Dabei spielt es keine Rolle, ob man für sich selbst reist, oder für eine andere Person. Das Thema sollte dabei möglichst präzise formuliert werden. Es kann helfen das Anliegen mehrmals laut auszusprechen oder sich auf einem Zettel zu schreiben, es zu visualisieren oder einen Gegenstand als Stellverter für das Thema zu haben – jeder Mensch kann dafür seine eigene Methode entwicklen.

Das Portal zur „Anderswelt“ kann ein tatsächliches Portal sein wie beispielsweise eine Tür, Tor, Hauseingang oder eine Pforte. Genauso können Erdlöcher, Höhleneingänge, Wasserlöcher, Grotten, Bögen aus Zweigen, Bäume, Büsche, Treibsand, Moor, Wolken etc. als Portale dienen. Jeder Reisende kann für sich den geeignesten Eingang suchen und finden. Dabei spielt es keine Rolle, ob im wahren Leben der Körper tatsächlich durch das Portal psysisch passt oder nicht. Hierbei kann alles visualisiert werden. Nichts ist unmöglich. Wichtig ist nur die Bewusstwerdung des Eingangs in die „Anderswelt“ und der Zugang zum Unterbewusstsein. Was die beste Methode dafür ist, muss Jeder für sich herausfinden.

Den Verstand in den Hintergrund treten zu lassen bedarf häufig einiger Übung. Die meisten Menchen tendieren dazu Sachverhalte, Situationen und Dinge sofort bewusst und unbewusst zu bewerten und zu analysieren. Das ist der Verstand, der uns warnen will oder bereits erlebtes (besonders negative Erlebnisse) auf das zu lösende Anliegen proiziert. Es ist nicht immer negativ zu verstehen. Der Verstand ist im Leben wichtig! Wie das genau funktioniert wird im Beitrag „Wahrnehmungsebenen im Schamanismus“ behandelt und erörtert.

Bei der Schamanischen Reise wird der Verstand allerdings zumeist nur für die Bewusstwerdung des Themas eingesetzt und kann Hilfreich für die Anfangsvisualisierung sein. Ansonsten befindet sich jeder Reisende auf der seelischen Ebene, in der „Anderswelt“, im Traum, Trance und dem „Inneren“. Dort spielen sich die Vorgänge ab, die für das zu bearbeitende Thema von Bedeutung sind.

Einige Übungen können dabei Helfen, den Verstand für eine Weile in den Hintergrund tereten zu lassen. Eine Beispielübung, die jeder bequem auch zu Hause ausprobieren kann ist die

„Bewusstwerdung eines Gegenstandes“.

Nehmen Sie ein Gegenstand in die Hand, der Ihnen spontan in die Hände fällt. Beispielsweise eine Tasse. Setzen Sie sich mit dieser Tasse an einem ungestörten Ort zu Hause.

Betrachten Sie den Gegenstand genau. Wie sieht es aus? Welche Details fallen Ihnen auf? Welche Merkmale hat die Tasse? Welche Farbe, Größe, Form, Gebrauchsspuren etc.

Dann tasten Sie den Gegenstand (ggf. mit geschlossenen Augen) ab. Wie fühlt sich die Oberfläche an? Ist sie glatt oder rauh? Ist es kalt oder warm? Hat sie Sprünge oder Einkehrbungen? Wie fühlt sich die Form und Struktur an? Welches Material ist es?

Denken Sie danach an die Funktion und Einsatzmöglichkeiten des Gegenstandes. Wofür wird es benutzt? Wer hatte diesen Gegenstand bereits in der Hand gehabt? Wer hat es produziert? Haben Sie es bereits anders benutzt, als auf diese Art und Weise wie es für gewöhnlich verwendet wird? Welche Zweckentfremdung wäre denkbar?

Nun schauen Sie auf den Gegenstand mit etwas zugekniffenen Augen, fokusieren Sie auf einen bestimmten Punk so lange, bis die Tasse vor Ihren Augen „verschwimmt“. Beobachten Sie, was mit dem Gegenstand passiert. Welche Formen nimmt es an? Welche Farben? Welche Emotionen und Gedanken tauchen plötzlich in Ihnen auf? Vielleicht sehen Sie gar nichts, oder es tauchen Erinnerungsfetzen auf oder Bilder? Was rück in Ihr inneres Blickfeld, wenn Sie nicht mehr den Gegenstand sehen, als das was es mit dem Verstand zu erfassen ist? Welche Gedanken, Assoziationen und Gefühle tauchen plötzlich auf, wenn der Verstand in den Hintergrund getreten ist?

Möglicher Ablauf einer Schamanischen Reise – Probieren Sie zu reisen

Dieser Ablauf ist nur ein Beispiel für eine Schamanische Reise, da wie bereits erwähnt, jeder Reisende individuell reist und die inneren Vorgänge und Rituale unterschiedlich sein können.

Ein Eröffnungsritual bildet den Beginn der Reise. Es kann Trommeln sein, Anrufung der Geisthelfer, Rasseln, Räuchern, ein Mantra etc. Jeder Reisende kann sein eigenes freierliches Ritual einsetzten.

Das Anliegen wird vergegenwertigt. Beispielsweise wird das Thema bewusst ausgesprochen, im Geiste vergegenwärtigt oder visualisiert…

Über ein Portal wird nun die „Anderswelt“ betreten.

Diese Welt kann wie ein Garten aussehen, ein Hain, eine Wiese, Höhle, Insel, Meer etc. Nun schauen Sie sich an diesem Ort genau um. Nehmen Sie alles möglichst detaiert wahr. Tauchen wohlmöglich Gegenstände, Landschaften, Tiere, Insekten, Traumwesen, magische Helfer etc. auf? Lassen Sie die Bilder, Emotionen, Gefühle und alles was in Ihr Wahrnehmungsfeld rückt zu. Ohne Wertung und ohne Analyse. Beobachten Sie was um Sie herum passiert.

Benutzen Sie für die Wahrnehmung alle Sinne. Tauchen Geräusche, Gerüche, psysische Reaktionen auf? Spüren Sie Freude, Unsicherheit, Neugierde, Ekstase, Aufregung etc.?

Nun können Sie auch in Gedanken Ihr Anliegen in der „Anderswelt“ äussern oder einen Geisthelfer um Hilfe bitten. Beobachten Sie dann was um Sie herum passiert. Verändert sich die Umgebung? Sind plötzlich bestimmte Farben oder Geräusche verstärkt da? Welchen Weg schlägt Ihre Reise ein?

Wenn Sie den Eindruck haben, dass sich Ihr Anliegen transformiert hat oder Sie genügend Informationen gesammelt haben, kommen Sie wieder über das gleiche Portal zurück, über den Sie in die „Anderswelt“ gekommen sind.

Führen Sie alles im vollen Bewusstsein und ohne Hektik aus. Nehmen Sie sich so viel Zeit, wie Sie benötigen.

 

Wissenswertes über Schamanisch Yogische Tiefenentspannung

Ein neues Format, das in Berlin regelmässig angeboten wird, ist die Schamanisch Yogische Tiefenentspannung.

Diese Art kombiniert Yoga-Asanas mit einer schamanischen Reise ins Unterbewusstsein.

Das erleben die Teilnehmer/Innen des Workshops:

Vorübungen mit ausgewählten Asanas:

(Energiefluss im Körper, Durchblutung und Sauerstoffzufuhr anregen, Alltag hinter sich lassen, im Hier- und Jetzt ankommen, physische Vorbereitung auf die Meditation)

Atemübung Nadi Shodana:

(Energiemeridiane ausbalancieren, weibliche und männliche Kraft im Körper in Einklang bringen, beide Gehirnhälften stimulieren, Stressabbau)

Schamanische Trommelreise ins Unterbewusstsein:

(Verbundenheit mit dem eigenen Inneren, Gehirnströme im Alpha- und Delta Rhythmus für die Förderung der Kreativität, Tranceheilung und Stärkung des Immunsystems bringen, Schwingungen im Organismus werden harmonisiert, Tiefenentspannung)

Bewusstwerdungsequenzen im Yoga-Schlaf:

Bewusstwerdung von Geräuschen in der Umgebung, Bewusstwerdung des Inneren, Bewusstwerdung des Körpers, Bewusstwerdung des Atems

(Gehirnströme im Alpha- und Theta Rhythmus, bewusster Ruhezustand, Abbau von inneren Unruhe, Aggressionen, Ängsten und Stress, tiefe Beruhigung und Tiefenentspannung)

Visualisierung und schamanische Trommel (Yoga-Schlaf, schamanische Traumreise):

(Anregung des eigenen Unterbewusstseins durch festgelegte Bilder und Assoziationen, Förderung der Tiefenruhe, der Kreativität, der Vitalität und der Harmonie im Unterbewusstsein und im Organismus, Trancezustand, Abbau von inneren Blockaden, Anregung eigener Selbstheilungskräfte, Tiefenentspannung)

Systematische Rückführung in das Hier- und Jetzt (Yoga-Schlaf):

(Sanfte Rückführung mit Hilfe des Bewusstwerdung des Atems und der Geräusche, sanfte Bewegungen)

 

Weitere Informationen und Termine erhalten Sie auf der Webseite von Yoga-Schamanismus-Berlin.

Wahrnehmungsebenen im Schamanismus

Wahrnehmungsebenen im Schamanismus

Die Wahrnehmungsebenen bestehen aus drei Komponenten:

Das innerste Selbst, das auch als Körperbewusstsein, das Herz oder das Unterbewusstsein genannt werden kann.

Der Verstand, der für das Bewusste und Rationale steht.

Das höhere Selbst, also der Geist und das Überbewusste mit der Verbindung zur spirituellen Ebene.

All diese Ebenen existieren nicht unabhängig voneinander und können als das gesamte Selbst oder als das Ich verstanden werden. Die Einteilung soll bildlich veranschaulichen, das mehrere Komponenten in einem Menschen existieren, die sich untereinander bedingen und einzeln bewusst gesteuert werden können. Das Steuern einer Ebene wirkt sich demnach auch auf die anderen Wahrnehmungsebenen aus.

Auf der einen Seite ist das „innerste Selbst“ in uns für die automatischen Abläufe des Körpers zuständig, auf der anderen Seite sind alle Erfahrungen, Emotionen, Gefühle und das gesamte Wissen des Universums in jeder Zelle des Körpers gespeichert. Dabei bewertet das Unterbewusstsein zunächst die Erlebnisse von Außen und Innern nicht. Es arbeitet auf der Ebene von Gefühlen und Bildern (Visualisierung) – Dabei spielen Gedanken nur eine untergeordnete Rolle.

Deshalb ist der Zugang zum „inneren Selbst“ und zum Unterbewusstsein eine wichtige Komponente schamanischer Arbeitsweisen und dem Erwecken von Selbstheilungskräften. Mit Hilfe von Visualisierungen und starken Gefühlen, kann das Unterbewusstsein gesteuert werden. Auf dieser Ebene wirken deshalb Affirmationen (sowohl positive als auch negative), Bilder und das Hervorrufen oder gar simulieren von Gefühlen.

Das bedeutet, dass wenn sich eine Person ständig negative Impulse gibt, sich Horrorszenarien vorstellt und stets denkt, etwas wird ohnehin nicht funktionieren, dann richtet sich das Unterbewusstsein genau danach – ohne zu bewerten. Wenn aber positive Konnotationen, Bilder, Affirmationen und Gefühle die negativen Emotionen verdrängen, dann macht das Unterbewusstsein alles um das auch umzusetzen.

Der Verstand, das Zentrum des Bewussten und des Rationalen im Menschen, arbeitet auf der Grundlage des Wissen des Unterbewussten – der Ebene des inneren Selbst. Der Verstand analysiert die Informationen und filtert diejenigen heraus, die der Mensch für einen Moment gerade benötigt. Allerdings hat das Bewusstsein nicht den direkten Zugang zum universellen Wissen, sondern analysiert Dinge eher auf der Grundlage der Erfahrungen des gesamten Lebens einer Person. Es ist die Basis der menschlichen Entwicklung.

Der Verstand kann aber beeinflusst und gesteuert werden – es ist sehr bedeutend, wenn es mit dem Unterbewussten und dem Überbewussten interagiert. Mit Hilfe des Verstandes können Impulse für das Leben gesetzt werden, die sich dann auf die anderen Wahrnehmungsebenen auswirken.

Das höhere Selbst kann weitestgehend als der Sitz der Glaubenssysteme, der Energie, der innersten Träume und der Ideen / Visionen beschrieben werden, auch wenn das nicht immer bewusst wahrgenommen wird. Es ist ebenso der Zugang zu der geistigen Welt, der Anderswelt und der Energie des Universums. Das ist das Zentrum dessen, wie eine Person auf der geistigen Ebene gemeint ist und wie sie wirklich ist. Der Weg zum eigenen höheren Selbst kann mit Hilfe von Meditation, Mantren, Trance-Zuständen, bewussten Träumen oder Schamanischen- und Seelenreisen erreicht werden.

Mit diesem uralten Wissen arbeiten Schamanen bis heute weltweit. Viele psychische und körperliche Leiden und Krankheiten basieren nicht nur auf den äußeren Einflüssen, wie beispielsweise Unfällen, Viren, Bakterien, genetischen Dispositionen, Ernährungs- und Lebensweisen, etc. sondern können eine Manifestation (psychisch und physisch / psychosomatisch) eines Ungleichgewichts im menschlichen System sein.

Schamanische Arbeit bedeutet weitestgehend alle drei Wahrnehmungsebenen aus zu balancieren. Wenn alle Ebenen im Gleichgewicht sind, kann das Energiesystem des Menschen optimal arbeiten und die Selbstheilungskräfte wirken.

Quellenangaben

Reimers, Andreas: Die psychosomatische Medizin im Spannungsfeld zwischen Magie, Religion und Naturwissenschaft, in: Fiedermutz-Laun; Pera; Peuker; Diederich: Zur Akzeptanz von Magie, Religion und Wissenschaft, 2002, S. 263-276

Tolle, Erkhart: The Power of Now, 2004

Hay, Louise: I can do it!, 2002

Driver, Oliver: Selbstheilungspraxis. Der schamanische Weg, 2010

Harner, Michael: Der Weg des Schamanen, 2011

Gmoser, Karin: Das Unsichtbare im Schamanismus, 2008

Das Zusammenspiel zwischen Körper und Geist

Das Zusammenspiel zwischen Körper und Geist

Dieser Beitrag soll die Grundlagen der holistischen (ganzheitlichen) Betrachtungsweise des Menschen im Zusammenhang mit alternativen Therapiemethoden beleuchten. Dabei werden keine speziellen Behandlungsmethoden fokussiert, sondern das Zusammenspiel und die Grundlagen des Ganzheitlichen betrachtet.

Heutzutage wird bei Heilmethoden immer mehr der Fokus auf das Zusammenspiel zwischen Körper und Geist gelegt. Besonders sichtbar ist es an den Stellen, wo die Schulmedizin an ihre Grenzen stößt und sich ein Betroffener alternativen Therapiemethoden zuwendet. Oftmals können dann Schmerzen gelindert oder kuriert werden, psychische Verstimmungen gemildert werden und körperliche Vitalität wieder erreicht werden. Es wird in der Wissenschaft immer wieder an den psychosomatischen Ursachen eines Leidens geforscht.

Alternative Heilmethoden und ‐mittel werden nicht nur im Bereich der somatischen Medizin, sondern auch bei psychischen Störungen in breitem Maße angewendet und empfohlen. Dieser Trend, der sich in der Selbsthilfeliteratur sowie in der Laienpresse schon seit längerem abzeichnete, findet zunehmend auch in Fachkreisen Resonanz.“ in: Dr. med. Samuel Pfeifer, Alternative Heilmethoden bei psychischen Erkrankungen, Riehen 1993

Der Psychologe Prof. Dr. Harald Wallach geht beispielsweise davon aus, dass ein menschlicher Organismus ein nicht lineares System sei. Demnach können kleinste lokale Wechselwirkungen Auswirkungen auf organischer Ebene haben. Also können alternative Heilmethoden, die nicht pharmakologisch oder medizinisch belegt sind, sehr wirksam sein. Wenn der Körper als ein System betrachtet werden kann, das sich im kontinuierlichen Fluss von Materie, Energie und Information befindet, dann können sich gerade Therapien wie beispielsweise Energieübertragung, Handauflegen, Reiki, Schamanismus, Yoga, Meditation, Homöopathie etc. auf das System positiv auswirken.

Zudem verfügt der menschliche Organismus über Selbstheilungskräfte. Ein gesunder Mensch kann negative Einflüsse wie Toxine, Umweltfaktoren, einseitige Ernährung, Stress, psychische Belastungen usw. abwehren. Es ist das Prinzip der Selbstheilungskräfte im kybernetischen Regelkreis. Wenn der kontinuierliche Fluss von Materie, Energie und Information im menschlichen Körper und dem Geist im Gleichgewicht ist, können die Selbstheilungskräfte optimal wirken. Die Energieebenen setzten sich aus vier Ebenen zusammen: Vitalebene, Emotionalebene, Mentalebene und der Kausalebene. Eine Vielzahl alternativer Heilmethoden setzt genau an dieser Energieebene an. Sie unterstützt und belebt sogar die eigenen Selbstheilungskräfte mit Hilfe von Energieübertragung.

Weltweit existieren Vorstellungen, wonach bestimmte Rituale, Schutzamulette, Gesang, Trommelmusik, rituelle Einsalbungen, Trancezustände, Verbindung zu der „Anderswelt“ etc. zur Heilung beitragen. Sie werden in der Heilarbeit eingesetzt. Diese Kulte und Vorstellungen basieren auf dem Verständnis des Menschen als ein Teil des Universums, das nicht unabhängig von Materie, Energie und der Umwelt existieren kann. Auf den Philippinen beispielsweise werden Rituale eingesetzt, um eine Person vor dem Einfluss von Dämonen zu schützen. In Benin und auf Haiti wird die alte Voodoo-Religion praktiziert. In Peru, Ecuador, Tibet oder auch Sibirien wirken Schamane und Heiler, die Krankheiten heilen und Schadenzauber und Flüche von Menschen fern halten können. In Nordafrika und der Sahara leben Heilpflanzenkundige, Seher und mystische Heiler.

Heutzutage kann eine Rückbesinnung in der westlichen Welt auf die Medizin der Naturvölker, Traditionen der Pflanzenheilkunde und Rituale im europäischen Raum oder der asiatischen Heiltherapien verzeichnet werden. Neben der Schulmedizin werden alternative Methoden der Heilung in Betracht gezogen. Immer häufiger stellen (besonders psychologische und neurologische) Untersuchungen fest, dass sich solche Methoden bewähren. Das Zusammenspiel zwischen Körper und Seele in der holistischen Betrachtungsweise ist der Therapieansatz, der in der Zukunft immer mehr Bedeutung in der Behandlung physischer und psychischer Leiden eingesetzt werden wird.

Quellenangaben

Dr. med. Pfeifer, Samuel: Alternative Heilmethoden bei psychischen Erkrankungen, Riehen 1993

 Winnicki, Cesar: Komplementärmedizin nach 20 Jahren Erfahrung, 2011

Dr. Banis, Reimar: Heilung durch Energiemedizin, 2012

Utsch, Michael: Spirituelle Lebenshilfe, 2014

Frazer, James: The Golden Bough. A Study in Magic and Religion, 1960

Kasten, Erich: Schamanen Sibiriens. Magier-Mittler-Heiler, 2009

Kwaak, Anke: From modern Myth to Global Encounters, 2005